Hintergrund und Einordnung

Das Schwert als Vorfahre, der Säbel als zivile und militärische Waffe als eine späte Ausprägung davon - es gibt viele Klingenwaffen, die auf Hieb und Stich, Hau und Stoß geführt wurden. So treffen sich in der Historischen Europäischen Kampfkunst auch viele Begriffe für das, was wir machen.
Manche sagen dazu Schwertkampf oder Fechten,  Historischer Schwertkampf,  Historisches Fechten, Mittelalterlicher Schwertkampf oder Klassisches Fechten
Bei uns bedeutet eine Mitgliedschaft konkret, dass Fechter das militärische Säbelfechten erforschen und nach altem Vorbild lernen und trainieren.

Alle Namen für die eine Kunst bedeuten mehr oder weniger das selbe, wenn unser Sport mit dem Ziel betrieben wird, eine quellenbasierte Rekonstruktion zu schaffen. Denn dann werden Techniken und Taktiken aus antiken bzw. historischen Fechtbüchern zu einer funktionstüchtigen Kampfkunst wiederbelebt.

Zu unserem Fechtsport gehört daher auch das Contrafechten. Andere nennen es Freies Fechten oder Freikampf und überprüfen so ebenso wie wir, ob die Interpretation aus den Büchern und die in Training investierte Zeit auch ein schlüssiges Resultat liefern: "Kann ich mit dem Erlernten die im Fechtbuch beschriebenen Situationen erfolgreich und unversehrt bestehen?".

Die Grundlage bildet in jedem Fall ein überliefertes Fechtbuch. Alte Meister wie Johannes Liechtenauer, die auf ihn folgenden Hans Talhoffer, Johannes Lecküchner, Joachim Meyer und viele andere mehr veröffentlichten ein Fechtbuch oder mehrere.
So geschah dies auch im Jahre 1838, als F. C. Christmann, Professor der Fechtkunst und Dr. G. Pfeffinger ihr Buch "Theoretisch - praktische Anleitung des Hau = Stoßfechtens und des Schwadronhauens, nach einer ganz neuen Methode (...)" im Eigenverlag vertrieben.

Allen Fechtbüchern ist gemein, dass sie europäische Kampfkünste beschreiben. Deren Tradition war unterbrochen oder geschwächt und für sie gibt es heute dank der aufgefundenen Bücher eine wissenschaftlich verwertbare Quellenlage.

Dort setzen wir mit unserem Verein an und beleben so eine vergessene Kampfkunst wieder.